Jeschijahu 26
בַּיּ֣וֹם הַה֔וּא יוּשַׁ֥ר הַשִּׁיר־הַזֶּ֖ה בְּאֶ֣רֶץ יְהוּדָ֑ה עִ֣יר עָז־לָ֔נוּ יְשׁוּעָ֥ה יָשִׁ֖ית חוֹמ֥וֹת וָחֵֽל׃
An jenem Tage [nach der Niederlage Sanheribs] wird dieser Gesang im Lande Jehuda gesungen: Eine mächtige Stadt haben wir. [Gott] schafft Sieg, Mauern und Zwinger!
פִּתְח֖וּ שְׁעָרִ֑ים וְיָבֹ֥א גוֹי־צַדִּ֖יק שֹׁמֵ֥ר אֱמֻנִֽים׃
Tut auf die Pforte [der bisher belagerten Stadt], dass einziehe das gerechte Volk, das die Treue bewahrt.
יֵ֣צֶר סָמ֔וּךְ תִּצֹּ֖ר שָׁל֣וֹם ׀ שָׁל֑וֹם כִּ֥י בְךָ֖ בָּטֽוּחַ׃
Den vertrauenden Sinn hütest du [mit] Frieden, Frieden! Denn auf dich vertrauet er.
בִּטְח֥וּ בַֽיהוָ֖ה עֲדֵי־עַ֑ד כִּ֚י בְּיָ֣הּ יְהוָ֔ה צ֖וּר עוֹלָמִֽים׃
Vertrauet auf den Herrn für und für, denn Gott der Herr ist ein ewiger Hort.
כִּ֤י הֵשַׁח֙ יֹשְׁבֵ֣י מָר֔וֹם קִרְיָ֖ה נִשְׂגָּבָ֑ה יַשְׁפִּילֶ֤נָּה יַשְׁפִּילָהּ֙ עַד־אֶ֔רֶץ יַגִּיעֶ֖נָּה עַד־עָפָֽר׃
Er beugt die Hochthronenden nieder von der ragenden Feste; er erniedrigt sie, erniedrigt sie zur Erde, drückt sie in den Staub nieder.
תִּרְמְסֶ֖נָּה רָ֑גֶל רַגְלֵ֥י עָנִ֖י פַּעֲמֵ֥י דַלִּֽים׃
Es zertritt sie der Fuß, selbst die Füße des Armen, die Tritte der Erniedrigten.
אֹ֥רַח לַצַּדִּ֖יק מֵֽישָׁרִ֑ים יָשָׁ֕ר מַעְגַּ֥ל צַדִּ֖יק תְּפַלֵּֽס׃
Der Pfad für den Gerechten ist Redlichkeit, grade richtest du des Gerechten Bahn [lässt seinen Weg gelingen].
אַ֣ף אֹ֧רַח מִשְׁפָּטֶ֛יךָ יְהוָ֖ה קִוִּינ֑וּךָ לְשִׁמְךָ֥ וּֽלְזִכְרְךָ֖ תַּאֲוַת־נָֽפֶשׁ׃
Auch hoffen wir, dich auf der Bahn der Strafe [gegen die Bösen] zu sehen; dass dein Name und dein Ruhm dadurch verbreitet werde, wünscht unsere Seele.
נַפְשִׁ֤י אִוִּיתִ֙יךָ֙ בַּלַּ֔יְלָה אַף־רוּחִ֥י בְקִרְבִּ֖י אֲשַֽׁחֲרֶ֑ךָּ כִּ֞י כַּאֲשֶׁ֤ר מִשְׁפָּטֶ֙יךָ֙ לָאָ֔רֶץ צֶ֥דֶק לָמְד֖וּ יֹשְׁבֵ֥י תֵבֵֽל׃
Mit ganzer Seele begehre ich dich auch in der Nacht, mein Geist in meinem Innern verlangt nach dir. Denn wie deine Strafgerichte auf der Erde walten, lernten Gerechtigkeit die Bewohner des Erdenrundes.
יֻחַ֤ן רָשָׁע֙ בַּל־לָמַ֣ד צֶ֔דֶק בְּאֶ֥רֶץ נְכֹח֖וֹת יְעַוֵּ֑ל וּבַל־יִרְאֶ֖ה גֵּא֥וּת יְהוָֽה׃ (ס)
Wird aber der Bösewicht geschont, so lernt er nicht Gerechtigkeit, er frevelt vielmehr im Lande der Gradheit, [wenn ihm alles gelingt], und sieht nicht die Majestät des Herrn.
יְהוָ֛ה רָ֥מָה יָדְךָ֖ בַּל־יֶחֱזָי֑וּן יֶחֱז֤וּ וְיֵבֹ֙שׁוּ֙ קִנְאַת־עָ֔ם אַף־אֵ֖שׁ צָרֶ֥יךָ תֹאכְלֵֽם׃ (ס)
Herr, deine Macht ist zu hoch, deshalb erkennen sie sie nicht. O, dass sie scheuten, und beschämt würden, den Eifer für das Volk, den Feuerzorn, der deine Feinde frisst!
יְהוָ֕ה תִּשְׁפֹּ֥ת שָׁל֖וֹם לָ֑נוּ כִּ֛י גַּ֥ם כָּֽל־מַעֲשֵׂ֖ינוּ פָּעַ֥לְתָּ לָּֽנוּ׃
Herr, bestelle Frieden für uns, vergilt uns unser Thun, [dass wir dir stets vertraut haben].
יְהוָ֣ה אֱלֹהֵ֔ינוּ בְּעָל֥וּנוּ אֲדֹנִ֖ים זֽוּלָתֶ֑ךָ לְבַד־בְּךָ֖ נַזְכִּ֥יר שְׁמֶֽךָ׃
Herr, unser Gott, geschaltet haben Herren über uns außer dir! doch nur bei dir schwuren wir [bei] deinem Namen.
מֵתִים֙ בַּל־יִחְי֔וּ רְפָאִ֖ים בַּל־יָקֻ֑מוּ לָכֵ֤ן פָּקַ֙דְתָּ֙ וַתַּשְׁמִידֵ֔ם וַתְּאַבֵּ֥ד כָּל־זֵ֖כֶר לָֽמוֹ׃
Sie sind tot, — dass sie nicht aufleben! — abgeschieden, dass sie nicht erstehen! — Wahrlich, du hast geahndet ihnen vertilgt und vernichtet jegliches Andenken.
יָסַ֤פְתָּ לַגּוֹי֙ יְהוָ֔ה יָסַ֥פְתָּ לַגּ֖וֹי נִכְבָּ֑דְתָּ רִחַ֖קְתָּ כָּל־קַצְוֵי־אָֽרֶץ׃
Immer höher um dieses Volkes willen, o Herr immer höher um dieses Volkes willen hast du dich verherrlicht, bis an die entferntesten Teile der Erde
יְהוָ֖ה בַּצַּ֣ר פְּקָד֑וּךָ צָק֣וּן לַ֔חַשׁ מוּסָרְךָ֖ לָֽמוֹ׃
O Herr, in der Bedrängnis suchten sie dich; im Stillen schütteten sie ihr Herz vor dir aus, als deine Züchtigung sie traf.
כְּמ֤וֹ הָרָה֙ תַּקְרִ֣יב לָלֶ֔דֶת תָּחִ֥יל תִּזְעַ֖ק בַּחֲבָלֶ֑יהָ כֵּ֛ן הָיִ֥ינוּ מִפָּנֶ֖יךָ יְהוָֽה׃
Wie eine Schwangere, die dem Gebären nahe ist, kreiset, schreiet in ihren Wehen, also ist es uns ergangen vor dir, o Herr.
הָרִ֣ינוּ חַ֔לְנוּ כְּמ֖וֹ יָלַ֣דְנוּ ר֑וּחַ יְשׁוּעֹת֙ בַּל־נַ֣עֲשֶׂה אֶ֔רֶץ וּבַֽל־יִפְּל֖וּ יֹשְׁבֵ֥י תֵבֵֽל׃
Wir waren schwanger, haben gekreist — aber als hätten wir Wind geboren. Rettung ist nicht geschehen auf Erden, es stürzten noch nicht die Bewohner des Erdenrundes [Babel].
יִֽחְי֣וּ מֵתֶ֔יךָ נְבֵלָתִ֖י יְקוּמ֑וּן הָקִ֨יצוּ וְרַנְּנ֜וּ שֹׁכְנֵ֣י עָפָ֗ר כִּ֣י טַ֤ל אוֹרֹת֙ טַלֶּ֔ךָ וָאָ֖רֶץ רְפָאִ֥ים תַּפִּֽיל׃ (ס)
Lass aufleben deine Toten, meine Leichen erstehen! Erwachet und jubelt, die ihr ruhet im Staube; denn wie der Tau auf Gräsern [alles emporsprießen lässt] ist dein Tau [des Lebens]; ebenso soll die Erde die Toten wieder herausgeben.
לֵ֤ךְ עַמִּי֙ בֹּ֣א בַחֲדָרֶ֔יךָ וּֽסְגֹ֥ר דלתיך [דְּלָתְךָ֖] בַּעֲדֶ֑ךָ חֲבִ֥י כִמְעַט־רֶ֖גַע עַד־יעבור־[יַעֲבָר־] זָֽעַם׃
Gehe mein Volk, begib dich in deine Gemächer und verschließe deine Tür hinter dir; verbirg dich einen kurzen Augenblick, bis vorüber ist der Grimm.
כִּֽי־הִנֵּ֤ה יְהוָה֙ יֹצֵ֣א מִמְּקוֹמ֔וֹ לִפְקֹ֛ד עֲוֺ֥ן יֹֽשֵׁב־הָאָ֖רֶץ עָלָ֑יו וְגִלְּתָ֤ה הָאָ֙רֶץ֙ אֶת־דָּמֶ֔יהָ וְלֹֽא־תְכַסֶּ֥ה ע֖וֹד עַל־הֲרוּגֶֽיהָ׃ (ס)
Denn der Herr tritt heraus aus seinem Orte die Schuld der Erdenbewohner an ihnen zu ahnden; die Erde wird ihr Blut aufdecken und verhüllt nicht mehr ihre Erschagenen. [Das Blut schreiet um Rache und Sühne.]